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Pollenfalle

4. Mai 2012

Eine Pollenfalle ist ein Vorbau vor dem Flugloch, an dessen beengtem Durchgang (5 mm) die Pollensammerlinnen teilweise ihre Pollenhöschen verlieren. Der Pollen, der abfällt, wird in einer bienendichten *, aber belüftetet  Schale (oder Schublade) unter dem Gitter aufgefangen. Diese muß täglich geleert und verarbeitet (in der Regel getrocknet oder zwischenzeitlich eingefrohren) werden, da Pollen einen hohen Wasseranteil hat, der zum Schimmelansatz führen würde.

*) leider nicht ameisen- und rapsglanzkäferdicht 😦

Beim Durchschlüpfen durch 5 mm große Löcher verlieren die Pollensammlerinnnen 3/4 des Pollens.

so sehen die abgefallenen Pollenhöschen in der Auffangschale der Pollenfalle aus.


Will man sich selbst eine Pollenfalle bauen, ist zu beachten, dass die Königin und die Drohnen einen „Bypass“ zur Umgehung der Pollenfalle erhalten, da sie nicht durch das Lochblech hindurch passen. Käufliche Pollenfallen lösen das durch ein Röhrchen an den Seitenwänden. Pfiffige Sammlerinnen werden allerdings gelegentlich auch auf diesen seperaten Zugang aufmerksam. Aus meiner Praxis würde ich allerdings das Lochblech oben kürzen, das bedeutet einen 1 cm hohen Schlitz offen lassen. Es werden sich noch genug pollenbehöste Bienen durch die Löcher zwängen und den Pollen verlieren. Zwei weitere Modifikationen empfehle ich bei Selbstbau: Die Auffangschale sollte seitlich nicht frontal auszuziehen sein, da es sonst nur in wenigen Nachtstunden möglich ist, diese ohne Bienen einzusperren wieder einzusetzen. Das „Dach“ sollte aus wasserfestem Material wie etwa einer 4 mm Betoplanplatte bestehen und vorne überstehen, damit bei Niederschlag der Pollen nicht aufweicht.

Ein in der Praxis beobachtetes Problem ist, dass die angesetzte Pollenfalle die Stockluft an den Anschlußstellen herauslässt und sich dort Bienen stauen, die eine Weile benötigen, bis sie den Zugang finden.

Copyright © 2012 Helmut Haßfurther
All Rights Reserved.

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From → Glossar, Material

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