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Pollenhöschen

3. Mai 2012

Unter anderem – neben Nektar, Kittharz und Wasser – sammeln Sammlerinnen auch Blütenpollen (das nennt man dann höseln) beim Besuch der Blüten. Der Pollen dient zur Deckung des Eiweißbedarfs der Ammenbienen, die damit die Brut aufziehen.

Der Transport des Pollens geschieht in „Körbchen“ an den Hinterbeinen, die man Pollenhöchen nennt.

Die Höschen entstehen allerdings nicht direkt durch Abstreifen des Pollen an die Hinterbeine, sondern indirekt, indem Pollen am Haarkleid und den Bürsten der Biene hängen bleibt, der dann von der Sammlerin mit den Bürsten abgestreift und über die Pollenkämme (ist das, was in nachfolgendem Foto hell schimmert zwischen Schiene und Bürste) und den Pollenschieber in die Höschen (auf der Schiene, einer konkaven Platte) gelangt. Im Bienenstock wird das Pollenhöschen abgestreift und dann mit Speichel und Nektar zu Bienenbrot verklebt in Zellen am Brutnestrand gesammelt d.h. bevorratet. Der Speichel fermentiert den Pollen, wodurch er haltbar wird.

Pollenhöschen deuten auf die Trachtquelle hin; man bei Fluglochbeobachtungen erkennen, wo (d.h. an welchen Pflanzen) die Bienen gerade aktiv sind.

Gelegentlich sieht man am Flugloch einfliegende Bienen, die wie gepudert aussehen, da sie nicht den in ihrem Haarkleid anhaftenden Pollen abgestreift und gehöselt haben.

Diese Sammerin war wohl wegen Nektar unterwegs und hat den Pollen nebenbei mitgebracht, aber nur wenig gehöselt.

Copyright © 2012 Helmut Haßfurther
All Rights Reserved.

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