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Varroabekämpfung

25. April 2012

Varroabekämpfung (oder auch Varroabehandlung) sind Maßnahmen gegen die Varroa, eine Milbe, die sich blutsaugend an adulten Bienen festsetzt und in der Brut vermehrt.

Zur Varroabekämpfung gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden, von denen ich drei anwende, die allerdings alle drei in Kombination angewendet werden sollten, um vitale Völker über den Winter zu bringen, die sich im Folgejahr mit einer minimalen Anfangsbelastung gut entwickeln können:

1. Varroabekämpfung  durch Drohnenbrutschnitt

Bis zur Honigernte sind Behandlungsmethoden, die Rückstände im Honig verursachen würden nicht möglich.
Da Drohnenbrut drei Tage länger verdeckelt sind als Arbeiterinnenbrut, bevorzugen Varroen die Drohnenbrut. Eine sehr einfache und effektive Methode zur Verringerung der Milben im Volk ist daher das Ausschneiden und Vernichten von verdeckelter Drohnenbrut. Wenn eine ganze Wabe (Baurahmen) komplett oder überwiegend verdeckelt ist, entnehme ich diese und geben einen leeren Baurahmen an diese Stelle, ist die Deckelung nur partiell, schneide ich diese Flächen heraus.

2. Varroabekämpfung in der Brutphase durch Ameisensäure

Da sich Varroen in der gedeckelten Brut vermehren, ist die Brutphase der Bienen auch deren Hauptvermehrungszeit. In dieser Zeit muss eine Behandlungsmethode auch die Varroen in der gedeckelten Brut erreichen. Die Verdunstung von Ameisensäure im Bienenstock ist die einfachste und effektivste Methode zur Varroabekämpfung in Brutphasen. Die Behandlung mit Ameisensäure basiert auf den empfindlicheren Tracheen der Varroen, die eher geschädigt werden, als die der Bienen. Wer schon einmal die Flucht der Bienen vor das Flugloch erlebt hat, weiß, dass eine falsche Anwendung der Ameisensäure auch die Bienen schädigen kann. Die Methoden mit Ameisensäure sind die Schwammtuchmethode, die Medizinflasche ohne Teller (MOT), den Tellerverdunster (TV) und spezielle Verdunster wie den Liebig-Dispenser und den Nassenheider Verdunster. (s. Ameisensäure-Applikatoren)

3. Varroabekämpfung in der brutfreie Phase (sowohl in der winterlichen Brutpause, als auch bei Ablegerbildung)

Oxalsäure ist ein Kontaktgift und wirkt auch über die Haut beim Imker; Schutz durch Gummihandschuhe und Schutzbrille! Die Oxalsäure reagiert mit Calcium aus dem Körper der Milben zu Calciumoxalat, ein Caliumsalz, dessen Kristalle die Zellen zerstören.

Milchsäure ist ein natürliches, mildes und bienenverträgliches Mittel zur Varroabekämpfung. Die Waben mit den ansitzenden Bienen werden von beiden Seiten mit 15 %iger Milchsäurelösung besprüht. Der Imker sollte auf der windabgewandten Seite stehen.

From → Glossar

One Comment
  1. Um das optimale Behandlungsfenster zu finden verwende ich
    Behandlungswetter

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