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Zusetzkäfig

21. April 2012

Zusetzkäfige werden benötigt um eine Königin in ein weiselloses Bienenvolk zuzusetzen
z.B. beim Umweiseln von Altvölkern, einer Neubeweiselung von Ablegern oder Kunstschwärmen und Begattungskästen.

Er ist ein Gefängnis für die Königin, die allerdings nur in Schutzhaft genommen wird, da die Gefahr besteht, dass die „fremden“ Bienen sie abstechen.

Zusetzkäfige gibt es in einer fast unüberschaubaren Vielfalt an Bauformen in Kunststoff oder Holz-Drahtgeflechtkombinationen; hier ein paar Beispiele:

  • Wohlgemuth Zusetzkäfig
  • „Nicot“-Käfig
  • „Iltis“ Zuchtkäfig
  • Zanderschlupfkäfig

gemeinsam ist ihnen:

  • ein Raum für die Königin (manchmal auch noch für Pflegebienen)
  • ein Gitter mit einer Maschenweite, die keinen Durchgang für Bienen (für die Königin sowieso nicht, da sie ja gekäfigt wird) gestattet, aber einen Futteraustausch ermöglicht. Hauptsächlich dient das Gitter aber dem Verteilen des Königinnenpheromons im Bienenstock.
  • einem verschliessbaren Zugang Einsetzen der Königin

Manche Zusetzkäfige haben noch einen Stab oder Träger zum Auflegen zwischen 2 Oberträger.

(Versandkäfige sind auch als Zusetzkäfig verwendbar, ebenso Verschulungskäfige vom Zuchtrahmen.)

Einsatz des Zusetzkäfigs:
Zunächst wird der Zugang fest verschlossen und geprüft, ob die Königin gefüttert wird, oder ob die Bienen agressiv auf das Zusetzen reagieren / die Königin abstechen * wollen. Sollte dies nicht der Fall sein und die Königin wird verpflegt, wird der feste Verschluß durch einen Futterteigpfropfen ersetzt, der von den Bienen ausgefressen wird. Die Königin kann nach dieser Gewöhnungsphase ins Volk einlaufen.

*) Das kommt bei einem Volk mit einer übersehenen Königin, mit Afterweiseln und gedeckelten Weiselzellen vor. Ein Zusetzen einer Königin in einen Kunstschwarm ist die sicherste Methode eine teure Belegstellen- oder Zuchtkönigin einzuweiseln.

Copyright © 2012 Helmut Haßfurther
All Rights Reserved.

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  1. Bienenleben: Ruhe bewahren › Schallgrenzen | Blog

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