Skip to content

mein Plan zur Völkervermehrung in 4 Schritten

20. April 2012

Am Samstag, 21. April:
Schröpfen der Wirtschaftsvölker -> Sammelbrutableger (= Pflegevolk)
Jedes Wirtschaftsvolk liefert abhängig von der Volksstärke 1-2 mit Bienen besetzte Brutbretter. Mit 8-10 solcher Waben wird ein Sammelbrutableger gebildet. Er sollte mit genügend Futter versorgt sein. Es sollten richtige Brutbretter entnommen werden. Jedes Brutbrett hat etwa 500 Bienen und 5000 Arbeiterinnenzellen. Der Sammelbrutableger wird an den Standort SAB, der 4 km vom Hauptstand entfernt liegt, gewandert.

Am Freitag, 27. April:

wird der Zuchtrahmen mit der Königin aus Volk 3 in eine Wabentasche mit Absperrgitter in Volk 3 gehängt.

Am Samtag, 28. April:

Königin wieder aus Wabentasche mit Absperrgitter entlassen.

Am Montag,  30. April (X + 9):

werden alle Nachschaffungszellen im Sammelbrutableger gebrochen und der belarvten Zuchtrahmen in die Mitte der Zarge des Sammelbrutablegers gehängt. Eine Zarge mit Futterwaben wird untergesetzt.

Vorgehensweise beim Einhängen des Zuchtrahmens (Quelle: Dr. Gerhard Liebig; Einfach imkern S. 143)

• Sammelbrutableger vom Gitterboden abheben und mit bzw. wegen der un­ten hängenden Bienentraube auf eine umgedrehte Blechhaube oder auf ei­nen zweiten Gitterboden setzen,

• Erweiterungszarge (mit 9 halbvollen Futterwaben oder Futterwaben und leeren Waben gefüllt) auf den Gitterboden des Sammelbrutablegers setzen,

• eine (Brut-)Wabe des Sammelbrutablegers ziehen, Bienen auf Erweite­rungszarge schütteln, Wabe aufmerksam nach Nachschaffungszellen absu­chen, diese zerstören; danach Wabe in Erweiterungszarge hängen,

• Leerzarge auf Erweiterungszarge setzen,

• die restlichen Waben des Sammelbrutablegers ziehen und nach Abschüt­teln der Bienen und Zerstören der Nachschaffungszellen in die Leerzarge hängen

• in der Mitte der „Leerzarge“ Platz für den Zuchtrahmen zwischen zwei Waben mit verdeckelter Brut lassen

• Pflegevolk bis zum Einhängen des belarvten Zuchtrahmens mit Folie, In­nendeckel und Blechhaube verschließen

Am Samstag, 5. Mai (X + 14 oder Do, 9. Mai):

Königinnenzellen verschulen. Verschulen bedeutet, dass die Weiselzellen mit den Königinnen gekäfigt werden („Lockenwickler“). Somit sind sie voreinander sicher.

Dazu wird zuerst die Wabe neben dem Zuchtrahmen gezogen und an die Beute gelehnt; aus den darauf sitzenden Bienen werden je 4-5 Begleitbienen mit dem Schlüpfkäfig geschöpft und auf  die gedeckelten Weiselzellen gestülpt, nachdem der Zuchtrahmen ebenfalls aus dem Sammelbrutableger gehoben und an die Beute angelehnt wurde.

Am Samstag, 12. Mai (X + 21):

Sammelbrutableger in Begattungsvölkchen auflösen. Je vier Begattungsvölkchen kommen in einen Viererboden mit je einer „Bienenwabe“ des Pflegevolkes, die beim Umsetzen mit Michsäure besprüht wird und einer Futterwabe. Dazu kommt eine unbegattete Königin. Die Viererböden werden auf den Hauptstand gewandert.

Vorgehensweise beim Auflösen des Pflegevolke am Tag x+21 (Quelle: Dr. Gerhard Liebig; Einfach imkern S. 148)

• So viele Viererböden(/4) vorbereiten und Futterwaben bereithalten wie Königinzellen 2(-7) Tage vorher verschult wurden

• Viererböden (mit eingesetzten Trennschieden und mit Weinkorken verstopften Fluglöchern) und  um das Pflegevolk aufstellen

• Raucher anwerfen, Pflegevolk öffnen, Zuchtrahmen ziehen, Bienenbesatz der Nachbarwaben beurteilen, alle gekäfigten Königinzellen lösen und nach Prüfung, ob bzw. dass Königin geschlüpft ist, auf den Innendeckel legen

• Käfig mit nicht geschlüpften Zellen öffnen, Pfropfen mit Königinzelle herausziehen und ihren Zustand überprüfen. Wenn Königin gesund bzw. kurz vor dem Schlupf,  Zelle wieder verschließen und in den Käfig stecken

• Milchsäurebehandlung der mit Bienen besetzten Waben vorbereiten (Wassersprüher mit 15%iger Milchsäure  füllen. Handschuhe anziehen. Schutzbrille aufsetzen. Mundschutz anlegen)

• Obere Zarge des Pflegevolkes abnehmen und auf extra Gitterboden stellen

• Aus unterer Zarge eine gut mit Bienen besetzte Zentralwabe ziehen, Bienenbesatz beurteilen, eventuell unten hängende Bienentraube über Zarge abstreifen oder das deutliche „Zuviel“ an Bienen über oberer Zarge abschütteln

• Bienenwabe beidseitig mit Milchsäure einsprühen und in Abteil des Viererbodens hängen

• Mit den anderen Bienenwaben des Pflegevolkes entsprechend verfahren

• Nach Verteilung der Bienenwaben an den Kasteninnenwänden sitzende Bienen mit Milchsäure einsprühen, danach die Bienen in untere Zarge einschlagen, eine Futterwabe, eine ausgebaute Wabe und eine Mittelwand an den Rand hängen. Flugloch dort einengen, eine Jungkönigin oder schlupfreife Zelle dazu geben, Volk verschließen.

• Geschlüpfte Königinnen in Begattungsvölkchen einlaufen lassen; dabei darauf achten, dass sie nach Verlassen des Käfig nicht auf- und davonfliegen. Am besten schiebt man die Königinnen in den Verschulungskäfigen nach Auflegen der Folie unter diese in die entsprechenden Abteile des Viererbodens und wartet, bis sie im der Wabengasse verschwunden ist um dann den Käfig zu entnehmen.

• Begattungsvölkchen an den Aufstellungsort verbringen und Fluglöcher öffnen

Am Dienstag, 29. Mai:

Prüfung, ob alle Königinnen in Eiablage sind. Aus den gut in Eiablage gegangen Völkchen werden 6 in Zargen mit jeweils 6 Mittelwänden (gingen auch nur gedrahtete Rähmchen, aber ich habe alle mit MW bestückt) und einer Futtertasche umlogiert, da ich meinen Völkerbestand um 6 Völker erweitern will; 5 Ableger bleiben in den trennschiedlosen und mit Mittelwänden aufgefüllten 5 Viererböden und werden mit Flüssigfutter (2:1 Zuckerlösung) in Futtertaschen gefüttert, bis die Königinnen im September in die Altvölker umgeweiselt werden, der Rest wird als Ableger verkauft.

Ggf. vereinigen von Ablegern, die nicht in Eiablage sind durch Ziehen des Schiedes zum weiselrichtigen Nachbar. Die Königin des Volkes mit dem vereinigt wird, wird in einen mit Futterteig verschlossenen Zusetzkäfig gegeben.

Zwischen Mitte August und Mitte September erhält jeder Ableger zweimal 10 Liter Zuckerwasser (6 Kg Zucker und 4 Liter heißes Wasser).
Nach der Einfütterung (Mitte September) erfolgt eine Ameisensäurebehandlung.
Im Dezember wird im brutfreien Zustand mit Oxalsäure beträufelt.

From → Das Bienenjahr

8 Kommentare
  1. 22.4.12 Theorie und Praxis klaffen manchmal doch auseinander.
    Erstens war die Entwicklung der Völker seit der letzten Durchsicht durch den Kälteeinbruch nicht so, dass die Völker jetzt schon stark genug waren zum Schröpfen (es reichte gerade 8 Brutwaben, die nicht alle sogenannte Brutbretter waren)
    Zweitens waren nicht genug Futterwaben vorhanden, so dass eine Zuckerlösungsfütterung eingerichtet wurde; dann regnete es als der Sammelbrutableger zum Standort SAB gewandert werden sollte so stark, dass die Aufstellung erst nach einer Pause von gut 1 Stunde bei offener Heckplappe regenfrei gelang.

  2. 22.4. Auswechseln der provisorischen Einengung des Fluglochs mittels Krebband durch Schaumstoffstreifen.

  3. so steht es geschrieben und so soll es gesschehen:
    Am Freitag, 27. April:

    wird der Zuchtrahmen mit der Königin aus Volk 3 in eine Wabentasche mit Absperrgitter in Volk 3 gehängt.

    Das war allerdings ein Schreibfehler, denn gemeint war Volk 7; so kam es dass ich heute beide Zargen von Volk 7 nach der Königin durchsucht habe, aber außer rel. vielen Drohnen noch mehr Arbeiterinnnen, aber keine Königin sah. Da keine Weiselnäpfchen vorhanden sind, wird sie sich wohl gut versteckt haben. So ging ich ans Volk 3 und habe dort die Königin recht schnell gefunden und hinter Absperrgitter in den Zuchtrahmen gesperrt, In Volk 7 ist meine beste Königin und in Volk 3 eine Tochter davon.


  4. heute wich die Hoffnung, die einen Tag auf dem Zuchtrahmen gebannte Königin hätte dort die Weiselnäpfchen bestiftet, der Realität: keine Eier 😦

    …dann muss ich am Montag doch umlarven.

  5. das Umlarven stellte sich als schwierig heraus
    Handicaps:
    – richtigen Abstand von Nahsichtbrille zu Zellboden, dazu den richtigen Abstand der Lupe zum Auge zu finden und beim bewegen über die Zellen zu halten
    – Lupe war zu breit und hinterte im Zusammenspiel mit der Stirnlampe
    Benötigte 70 Minuten für 22 Umlarvungen, aber dafür sind alle unter 1 1/2 Tage jung.
    Tipps:
    – zuserst zum üben und um Gelée Royale in die künstlichen Weiselnäpfen zu bekommen 2-3 tätige Larven umlarven und diese dann wieder herausnehmen
    – nach dem Umlarfen nochmals in alle Weiselnäpfchen im Zuchtrahmen mit der Lupe reinblicken, manchmal bleibt eine Larve am Umlarvlöffel hängen und dann sind im nachfolgenden Näpfchen 2 Larven
    – den Zuchtrahmen mit einem leicht angefeuchteten Küchentuch einwickeln und in eine Plastitüte stecken, damit die Larven beim Transport nicht austrocknen

    Es gelang leider kein scharfes Bild zu einem passenden Larvenstadium;

    hier, was zu alt ist:

    es dürfen nur 1-1 1/2 Tage alte Larven ungelarvt werden; die sind allerdings wegen der geringen Größe und dem wenigen Futtersaft schwer zu finden und zu packen.

    Das Brechen der Weiselzellen wurde zu einer Gelée Royale-Kur des Imkers; diese Königinnen schlupfen bestimmt nicht 😉

    gut sichtbare, weil weit herausragende, Weiselzelle

    diese Weiselzelle wurde erst nach Abkehren der Bienen sichtbar

    auch solche Stadien müssen ausgebrochen werden

  6. 5.5.

    9 Weiselzellen wurden vom Pflegevolk aufgezogen und von mir heute verschult.

  7. 12.5.
    Von den 9 geplegten Königinnen sind nur 7 etwas geworden.
    Da es regnet verschiebe ich die Milchsäurebehandlung auf morgen.

  8. 29.5.
    Kontrolle der Ableger:
    von den 7 Ablegern sind alle Königinnen gut in Eilage. Dennoch sind bei zweien Nachschaffungszellen mit Stift einmal sogar mit Gelée Royale.

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s