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Kunstschwarmbildung

19. April 2012

Bildung eines Kunstschwarmes: (s.auch Artikel Kunstschwarm bilden)

Bienen, am Besten von mehreren Völkern aus dem Honigraum *, werden in eine Kunstschwarmkiste (wer keine hat, kann auch gleich eine Leerzarge auf Gitterboden, die anschl. mit Deckel abgedeckt wird, verwenden) abgekehrt oder abgestossen (nicht bei flüssigem Honig, damit es nicht zu einer Spritzprobe wird).

*) ideal, da da eine gleichmäßigere Altersverteilung der Bienen vorliegt und die Königin – bei Betriebsweise mit Absperrgitter – nicht gesucht werden muss.

Bei einer Kunstschwarmbildung im Mai bis Juni werden etwa 1 1/2 kg Bienen benötigt; wird er erst im Juli gebildet, müssen 2-3 kg Bienen rein.

nach ca. 2 Stunden, wenn der Kunstschwarm durch brausen das Fehlen der Königin signalisiert, wird eine Königin (am besten begattet, wegen Risiko beim Begattungsflug verloren zu gehen) zugesetzt, die gekäfigt ist, bis sie von den Bienen des Kunstschwarmes aktzeptiert wird.

Der Kunstschwarm kommt 2-3 Tage in Kellerhaft, damit die Wachsdrüsen aktiviert werden. Dabei ist er zu füttern (Futterteig oder angeritzte Futterwabe), da die Bienen sich nicht wie bei einem echten Schwarm vorher die Honigblase gefüllt hatten.

Der Festverschluss des Zusetzkäfigs wird nun durch einen Futterteigverschluss ersetzt.

An einem Abend wird der Kunstschwarm in eine einzargige Beute mit Mittelwänden einlogiert, wenn der Kunstschwarm in einer Kunstschwarmkiste war. Dazu wird als „Trichter“ eine Leerzarge aufgesetzt und die Futtertasche vorübergehend abgedeckt, indem die Bienen aus der Kunstschwarmkiste in das neue Zuhause abgestoßen werden. Leerzarge abkehren und mit der Abdeckung der Futtertasche entfernen.

War der Kunstschwarm in einer Leerzarge, wird diese auf den Boden ausgestoßen, damit die Bienentraube vom Deckel abfällt, dann werden die Mittelwände und die Futtertasche eingehängt.

Einsetzen des Zusetzkäfigs mit Ausfreßverschluß zwischen die Mittelwände und

zu einem mind. 3 km entfernten Standort wandern; Flugloch öffnen.

Am nächsten Tag können optional die Mittelwände mit den ansitzenden Bienen ziehen und zur Varroasommerbehandlung mit Milchsäure bespühen.

Fortgang:
nach einer Woche Weiselrichtigkeit prüfen.
Nach 4 Wochen um eine weitere Zarge mit Mittelwänden erweitern.

Ständige Fütterung, da zum Wabenbau viel Energie benötigt wird.

Copyright © 2012 Helmut Haßfurther
All Rights Reserved.

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