Skip to content

Nosematose

13. April 2012

Die Nosematose (kurz Nosema) ist eine Darmkrankheit der Bienen und die häufigste Seuche unter den erwachsenen Bienen.

Der Erreger Nosema apis verursacht eine Zerstörung des Darmepithels, wodurch der Eiweiß- und Fettsäurespiegel in der Hämolymphe sinkt. Einher geht eine Hemmung der Futtersaftdrüsen, was eine Unterversorgung der Brut sowie der Königin mit Gelee Royal zur Folge haben kann. Da die geschädigten Bienen durch geringere eigene Nahrungsaufnahmefähigkeit mehr „Hunger haben“ und als Ammenbienen wegen der eingeschränkten Futtersaftproduktion weniger Nutzen haben, nehmen diese früher die Sammeltätigkeit auf, wodurch ein Arbeiterinnenmangel bei der Brutpflege entsteht. So hat ein geschädigtes Volk oft hinreichend Brut, die aber nicht entsprechend gepflegt wird.

Die Schädigungen an den Bienen führen bei diesen zu einem

schnellereren Abbau von Fett- und Eiweißpolster, dadurch kommt es zu einer Verkürzung der Lebensdauer bei den Winterbienen um 30% ,

einer Störung des Wasserhaushaltes mit wässrigem Kot als Folge und einem starken Drang abzukoten; auch im Bienenstock sind dann Kotspitzer vorhanden.

Bei Befall der Königin kommt es zu einer Rückbildung der Eierstöcke, was die häufigste Todesursache von Königinnen im Winter ist.

Ein mit Nosema befallenes Volk ist an folgendem Schadbild zu erkennen:

• Flugfront und Beuteninneres verkotet mit Pünktchenketten
• Bienen mit auffallend dickem Hinterleib
• Hüpfen vor dem Flugloch
• Kleine Bienengruppen außen an der Beute
• Schwaches Volk mit wenig Bienen

Die Verbreitung erfolgt innerhalb des Bien durch den Putztrieb (Aufnahme von Erregern im Kot); von Volk zu Volk durch:

• Verflug infizierter Bienen

• Räuberei, Zukauf und Schwärme infizierter Völker

• Ansteckung an verschmutzen Tränken

durch Fehler des Imkers wie:

• Umhängen von Waben aus infizierten Völkern
• mangelnde Waben- und sonstige Hygiene
• Vereinigung schwacher mit starken Völkern

Zur Vorbeugung sollte der Imker folgendes beachten:

• starke und gut versorgte Völker halten
• kleinere Völker einengen
• Völkerführung mit langen brutfreien Zeiten
• Anregen des Bienenumsatzes durch Ablegerbildung
• konsequente Wabenerneuerung
• Beuten einmal jährlich reinigen und desinfizieren
• niemals schwache Völker mit Schadsymtomen mit gesunden Völkern vereinigen

Advertisements

From → Glossar

Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s